Verbindungen zwischen Südosteuropa und Lateinamerika (=Südosteuropäische Hefte, Jg. 4, Nr. 2)

EditorialSH41

Thema

Andreas Guidi
Patterns of Jewish mobility between Rhodes and Buenos Aires (1905-1948)

Rinna Kullaa & Michelle Getchell
Endeavors to Make Global Connections. Latin American Contacts and Strategies with Mediterranean Non-Alignment in the Early Cold War

Ana Rajković
Opposing the Policy of the Twenty-First Century Socialism in Bolivia. The Political Activities of Branko Marinković

Klaus Buchenau
Südosteuropa und Lateinamerika – fern und nah. Unterschiedliche Wege zur Staatsbildung und ihre Folgen

Aus der Südosteuropaforschung

Emma Burgham
The Eleventh Hour. Dimitrije Mitrinović and his Network. Proceedings of a Symposium at the University of Bradford

Nachrufe auf Holm Sundhaussen

Beiträge

Đorđe Tomić & Stefan Pavleski
Das werktätige Volk ohne Arbeit. Arbeitslosigkeit und Selbstverwaltung im sozialistischen Jugoslawien als Forschungsgegenstand: Eine kritische Bestandsaufnahme

Đorđe Tomić, Carolin Leutloff-Grandits & Gal Kirn
Innovationspotential in Bewegung? Europa zwischen Mobilität und Migration: Eine Projektskizze

Neuerscheinungen    

Autor_innen

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Südosteuropäische Hefte, Jg. 4, Nr. 1

EditorialSH41

Aus der Südosteuropaforschung

Hannes Grandits
Ein Nachruf auf Holm Sundhaussen

Đorđe Tomić und Marija Vulesica
Ein Nachruf auf Prof. Dr. Holm Sundhaussen

Bojana Meyn
Archives, politics and histories. A report from the world’s last divided capital, Nicosia, Cyprus

Beiträge

Klaus Buchenau
Der dritte Weg ins Zwielicht? Korruption in Tito-Jugoslawien

Marko Zajc
Slovenian Intellectuals and Yugoslavism in the 1980s. Propositions, Theses, Questions

Holger Raschke
Jugoslawien in der Kurve. Repräsentationen des sozialistischen Jugoslawiens als politischer Bestandteil der Fußballfankultur im (post-) jugoslawischen Raum

Martin Blasius
Fußball, nationale Repräsentationen und Gesellschaft. Die Fußballnationalmannschaft im Jugoslawien der 1980er Jahre

Takuya Nakazawa
The Making of “Montenegrin Language”. Nationalism, Language Planning, and Language Ideology after the Collapse of Yugoslavia (1992-2011)

Rezensionen

Marija Vulesica
Bethke, Carl (2013): (K)eine gemeinsame Sprache? Aspekte deutsch-jüdischer Beziehungsgeschichte in Slawonien, 1900-1945. Münster: LIT-Verlag, 454 Seiten, ISBN 978-3-643-11754-0.

Neuerscheinungen    

Autor_innen

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Call for Articles: Ausgabe 4 (2) – Herbst/Winter 2015

Call-for-Articles: Verbindungen zwischen Südosteuropa und Lateinamerika

Das Konzept der Area Studies erweist sich auch nach Jahrzehnten weiterhin als höchst produktiv, ermöglicht es doch, soziale Phänomene aus einer (über-)regionalen Perspektive neu zu betrachten. Vernachlässigt wurden und werden dabei Verflechtungen mit und Einflüsse aus anderen Regionen. Vor diesem Hintergrund widmen sich die Südosteuropäischen Hefte in kommenden Ausgaben verstärkt der Frage nach Verbindungen und Schnittstellen zwischen Südosteuropa und anderen Regionen. Davon versprechen wir uns anregende Impulse wie auch spannende Perspektivverschiebungen bei der Beschäftigung mit dem eigenen Fach. Neben künftig geplanten Themenheften zum Nahen Osten und Osteuropa befasst sich die kommende Ausgabe als erste in dieser Reihe mit Verbindungen zwischen Südosteuropa und Lateinamerika.
Insbesondere der Zusammenhang zwischen Lateinamerika und Südosteuropa ist zunächst einmal kein offensichtlicher, bei genauerer Betrachtung lassen sich jedoch einige vielversprechende Themenfelder ausmachen: So wanderten allein in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mehr als eine Million Menschen aus Südosteuropa in lateinamerikanische Länder aus. Insbesondere Griech_innen und Kroat_innen bilden noch heute große Migrant_innengruppen, etwa in Chile oder Argentinien. Wie sahen die Lebenswelten dieser Menschen aus? Auf welche Weise beeinflussten sie die Gesellschaften, deren Teil sie wurden, und wie wirkten sich diese Prozesse der Vergesellschaftung auf die Migrant_innen aus? Bildeten sie eigenständige Communities / „Diasporas“ oder hatte die Herkunft keine nennenswerte Bedeutung?
Neben dem verbreiteten migrationsgeschichtlichen Ansatz und damit verbundenen Fragen nach Transfer und kulturellen Begegnungen ließen sich aber auch Fragen nach der Rezeption historischer Zäsuren oder Staatskonzepten und -umbrüchen stellen. Wie zum Beispiel wurde der Erste Weltkrieg und die Rolle südosteuropäischer Akteure in den lateinamerikanischen Ländern wahrgenommen und diskutiert? Auf welche Weise fand etwa der jugoslawische Selbstverwaltungssozialismus einen Widerhall in lateinamerikanischen Diskursen oder umgekehrt der Mythos „Che“ in Südosteuropa? Inwiefern begünstigte zudem die 1961 in Belgrad gegründete Bewegung der Blockfreien Staaten die Beziehungen zwischen Jugoslawien und den einzelnen lateinamerikanischen Staaten? Wie wurden die zahlreichen Entstehungen von Diktaturen und Folter in Lateinamerika in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Südosteuropa rezipiert? Beispielhaft ließe sich das filmische Werk des Regisseurs Costa-Gavras anführen, das zudem die stets implizite Frage nach den im Diskurs aufgeworfenen Projektionen auf „das Andere“ bzw. „die Anderen“ aufwirft.
Neben migrations- und politik- bzw. ideengeschichtlichen Ansätzen stellen schließlich Fragen nach Rezeptionen von kulturellen Exportschlagern einen dritten Komplex dar. Wie wurden beispielsweise Eröffnungen von Tangotanzschulen oder griechischen Restaurants in der lokalen Presse diskutiert? Wie lässt sich die seit den 1980er Jahren zunehmende Popularität lateinamerikanischer Fernsehserien in Südosteuropa erklären? Welche Entwicklungen und Formen der Zusammenarbeit im Bereich der Kunst lassen sich beobachten? Wie sind etwa neue „hybride“ Formen der „World Music“ zu erklären, die sich als Verschmelzung der Labels oder Stile „Balkan“ und „Latin“ begreifen?
Die Redaktion begrüßt Beiträge und Essays, die die vielfältigen Erscheinungsformen des Transfers und der Rezeptionen oder auch Verflechtungen zwischen den Regionen Südosteuropa und Lateinamerika untersuchen. Wir heißen Beiträge aus allen geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen willkommen.
Bitte senden Sie uns Ihre Artikel bis zum 1. Juli 2015 an: redaktion@suedosteuropaeische-hefte.org zu. Es können ausschließlich Beiträge berücksichtigt werden, die gemäß unserer Manuskriptrichtlinien erstellt wurden. Diese finden Sie unter http://suedosteuropaeische-hefte.org/manuskriptrichtlinien/.
Zu jedem Zeitpunkt nehmen wir die Einsendung von Abstracts möglicher Artikel entgegen, die uns einen Aufschluss über die Leitfrage, das Quellenmaterial sowie die Relevanz des Themas geben. Dazu geben wir gerne und zeitnah eine Rückmeldung.

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Call for Articles: Links between Latin America and Southeastern Europe

TheEven after decades the concept of area studies proves to be helpful as it provides a way of analyzing social phenomena from a (supra-) regional point of view. In this context, influences from other regions and entanglements were and still are neglected. Against this backdrop the following issues of the Südosteuropäische Hefte address the question of links and interfaces between Southeastern Europe and other regions. We expect stimulating impulses as well as promising shifts of perspectives in dealing with the respective region. Apart from planned thematic issues on the Middle East and East Europe the next issue deals with links between Latin America and Southeastern Europe.
At a first glance links between Southeastern Europe and Latin America are not that obvious. However, a closer look reveals some promising thematic fields: More than one million people emigrated during the first half of the 20th century from Southeastern Europe to Latin America. Today, Greeks and Croats still are large migration groups, as it is the case in Chile or Argentina. How did their living environment look like? In which way did they have an impact on the societies they became part of? And on the other hand, in which way did these processes affect the immigrants? Did they build separated and independent communities / “diasporas” or didn’t origins really matter?
Regardless of this well known approach of migration history and related questions of transfer and cultural exchange, questions can be addressed by looking at the reception of historical caesuras or state concepts and social upheavals. For example, how were WWI and the role of Southeast European actors perceived and discussed in Latin America? In which way was the workers’ self-management in socialist Yugoslavia reflected in Latin America or in return the myth around “Che” in Southeastern Europe? To what extent did the foundation of the Non-Aligned States in 1961 in Belgrade have an impact on relations between Yugoslavia and some Latin American states? How was the emergence of numerous dictatorships in Latin America during the second half of the 20th century perceived in Southeastern Europe? For example one could mention the works of the director Costa-Gavras, which go along with the implicit question of projections of the “other” in discourses.
In addition to these approaches of migration and political history, and the history of ideas, a third complex is built by questions addressing the reception of cultural export hits. How were, for example, the openings of tango schools or Greek restaurants discussed in the local press? How can the growing popularity of Latin American telenovelas since the 1980s in the Southeast European context be explained? Which developments and forms of collaboration in the wide field of arts can be identified? How, for example, can hybrid forms of World Music be explained, which label themselves as an amalgamation of the styles „Latin“ and „Balkan“?
The editorial staff appreciates contributions and essays that explore the various forms of transfer and receptions or entanglements between Southeastern Europe and Latin America. We welcome contributions from all disciplines of humanities and social sciences. Please, send us your texts until 1 July 2015 to: redaktion@suedosteuropaeische-hefte.org. When submitting your article to the Südosteuropäische Hefte, please note the following guidelines: http://suedosteuropaeische-hefte.org/manuskriptrichtlinien/.
At any time we welcome abstracts for possible articles. They should give information about your leading question, the sources you are referring to and the relevance of your subject. We will be glad to give you a quick feedback.

Südosteuropäische Hefte, Jg. 3, Nr. 1

EditorialSH_3_1_Titel

Thema: Das „postjugoslawische Berlin“

Ruža Fotiadis
Der Balkan im Kochtopf. Essen und Ethnizität, Konsum und Kultur am Küchentisch

Vladimir Ivanović
Die jugoslawischen Fabriken guten Geschmacks

Matthias Thaden
Berichte von der „bauštela duha“. Die kroatische katholische Mission in Berlin zwischen Seelsorge und Identitätsstiftung

Amir Duranović
Das religiöse Leben der „Gastarbeiter“ aus Bosnien-Herzegowina in Deutschland in den 1970er und 1980er Jahren

Edda Heyken
„Das ist ein Traum, der fast zwanzig Jahre dauert“. Über die Suche nach individuellen Erinnerungsformen bosnisch-herzegowinischer Frauen und Männer in Berlin zum Umgang mit den Erfahrungen von Krieg, Flucht und Unsicherheit

Matthias Thaden und Alexander Praetz
Turbofolk reconsidered. Some thoughts on migration and the appropriation of music in early 1990s Berlin

Aus der Südosteuropaforschung

Vladimir Ivanović
Miroslav Jovanović in memoriam

Beiträge

Đorđe Tomić
All that Folk. Wissenschaftliche Untersuchungen und Repräsentationen der Folk-Musik im (post-) jugoslawischen Raum

Janis Nalbadidacis
„Revolutions in the Balkans. Revolts and Uprisings in the Era of Nationalism (1804-1908)“, Athen, 31.10-02.11.2013. Tagungsbericht

Andreas Guidi
Forschungsexkursion „Grad na tromeđi: Karlovac, Bihać, Zadar – Iskustva Granice“, Kroatien und Bosnien-Herzegowina, 23-28. September 2013. Exkursionsbericht

Dario Brentin
“Football in Southeastern Europe: From Homogenization to Reconciliation”, London, 11.11.2013. Workshop review

Robert Lučić
„Südosteuropa – Eine Region im Umbruch / Europe du Sud-est – Une région en bouleversement. Aktuelle Ansätze der französisch-deutschen Südosteuropaforschung”, Paris, 20.-21.03.2014. Workshopbericht

Neuerscheinungen    

Autor_innen

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Südosteuropäische Hefte, Jg. 2, Nr. 1

EditorialSH_2_1

Thema

Marija Vulesica
Antisemitismus in Südosteuropa. Defizite und Herausforderungen eines vernachlässigten Forschungsgegenstandes

Angelique Marie Koumanoudi
Jews and Greek Folk Songs

Ferenc Laczó
Antisemitism Contested. The Emergence, Meanings and Uses of a Hungarian Key Concept

Eszter B. Gantner
“He is ugly and a Jew!“ The Hungarian Socialist Workers’ Party and the Hungarian Jewish Community in the 1960s and 1970s

Magdalena Marsovszky
Die „Täter-Opfer-Umkehr“ – der Antisemitismus der politischen Mitte. Gedenken an die ungarischen Verbündeten der Waffen-SS am „Tag der Ehre“ und am Tag der „Schlacht um Budapest“

Aus der Südosteuropaforschung

Holm Sundhaussen
Zum Tode Natalija Bašićs

Karl Kaser
Text und Bild – bleibt die Südosteuropaforschung auf einem Auge blind?

Beiträge

Nikola Tomić
When the carrot is not sweet enough. Conditionality versus norms as modes of EU influence on Serbia’s foreign policy

Stefan Troebst
Macedonian Historiography on the Holocaust in Macedonia under Bulgarian Occupation

Südost-Fachschaft Regensburg
Bericht zur Ringvorlesung „Aktuelle Konfliktlagen in Südosteuropa“, Regensburg Wintersemester 2012/2013

Martina Powell und Idrit Idrizi
Tagungsbericht: „Homogenizing Southeastern Europe. Balkan Wars, Ethnic Cleansing and Postwar Ethnic Engineering since 1912”, Wien, 08.-10.11.2012

Rezensionen

Klaus Buchenau
Grigore, Mihai-D.; Dinu, Radu Harald; Živojinović, Marc (Hg.) (2012): Herrschaft in Südosteuropa. Kultur- und sozialwissenschaftliche Perspektiven. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 328 Seiten, ISBN 978-3-89971-871-3 

Krunoslav Stojaković
Kirn, Gal; Sekulić, Dubravka; Testen, Žiga (Hg.) (2012): Surfing the Black. Yugoslav Black Wave Cinema and Its Transgressive Moments. Maastricht: Jan van Eyck Academie, 214 Seiten, ISBN 978-90-72076-51-9 

Brigita Malenica
Emilija Mančić (2012): Umbruch und Identitätszerfall. Narrative Jugoslawiens im europäischen Kontext. Tübingen: Francke Verlag (Kultur – Herrschaft – Differenz 15), 194 Seiten, ISBN 978-3-7720-8466-9

Đorđe Tomić
Bilić, Bojan; Janković, Vesna (eds.) (2012): Resisting the Evil. [Post-]Yugoslav Anti-War Contention. Baden-Baden: Nomos (Southeast European Integration Perspectives, 7), 288 Seiten, ISBN 978-3-8329-7208-0; Bilić, Bojan (2012): We Were Gasping for Air. [Post-]Yugoslav Anti-War Activism and Its Legacy. Baden-Baden: Nomos (Southeast European Integration Perspectives, 8), 223 Seiten, ISBN 978-3-8329-7806-8

Neuerscheinungen    

Autor_innen

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Call for Articles – Ausgabe 3

Call-for-Articles: Antisemitismus in Südosteuropa

Die dritte Ausgabe der künftig als Themenhefte herausgegebenen Südosteuropäischen Hefte widmet sich dem Thema „Antisemitismus in Südosteuropa“. Die vielfältigen Formen der Judenfeindschaft, welche seit dem Ende des 19. Jahrhunderts unter dem Begriff Antisemitismus subsumiert werden, sind seit Jahrzehnten Gegenstand der Forschung. Antisemitismus in Südosteuropa, seine Bedeutung und Intensität im politischen und sozialen Raum sind hierbei aber weitgehend unberücksichtigt geblieben. Die SH laden daher Wissenschaftler_innen ein, mit ihren Beiträgen Forschungs- und Wissenslücken zu schließen sowie Diskussionen und Überlegungen anzuregen.

Antisemitisches Denken und Handeln waren und sind nicht immer sofort greifbar. Dies gilt gerade für weite Teile der südosteuropäischen Gesellschaften, wo weder eine ausgeprägte politische noch soziale Sensibilität für die Wirkmacht des Antisemitismus vorhanden ist. So wird Antisemitismus oftmals ausschließlich als Teil der jüdischen Geschichte betrachtet. Dabei war und ist Antisemitismus ein gesamtgesellschaftliches Phänomen, das sich allerdings in seinen Auswirkungen in die jüdische Geschichte einschreibt. Umso wichtiger erscheint es uns, Themenfelder zu beleuchten, in denen sich Judenfeindschaft „nebenbei“ manifestiert hatte. So stellen sich etwa Fragen nach der Bedeutung des Antisemitismus in den Diskursen um Nationalitäten und Minderheiten, um Ausgrenzung und Identität seit dem 19. Jahrhundert bis heute. Zu bedenken wäre der Stellenwert, den die Judenfeindschaft in der Literatur, in der Frauenbewegung, im Sozialismus, in der Positionierung zum Staat Israel oder gar im jugoslawischen Zerfallsprozess der 1990er Jahre hatte. Eine gezielte Auseinandersetzung mit dem Phänomen verspricht einen Erkenntnisgewinn an sich und ermöglicht darüber hinaus eine kritische Reflexion historischer Prozesse und gesellschaftlicher Dynamiken in der Region.

Die Redaktion begrüßt Beiträge und Essays, die die vielfältigen Erscheinungsformen des Antisemitismus in Südosteuropa untersuchen. Wir heißen Beiträge aus allen geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen willkommen. Ebenso sind epochen- und grenzübergreifende Texte und Analysen erwünscht. Bitte senden Sie uns Ihre Texte bis zum 1. April 2013 an: redaktion@suedosteuropaeische-hefte.org zu. Bitte berücksichtigen Sie unsere Manuskriptrichtlinien, die unter http://suedosteuropaeische-hefte.org/manuskriptrichtlinien/ zu finden sind.

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Call-for-Articles: Anti-Semitism in Southeastern Europe

The third number of Südosteuropäische Hefte, which is going to be released as thematic publication from now on, addresses the topic of “Anti-Semitism in Southeastern Europe”. The various forms of hatred against Jews, which have been subsumed under the term of anti-Semitism since the end of the 19th century, were the subject of research for decades. However, anti-Semitism in Southeastern Europe, its relevance and intensity within the areas of politics and society remained mostly unaccounted for. Therefore, the SH invites researchers to fill research and knowledge gaps by sending in their contributions and by inspiring further discussions and reflections.

Anti-Semitic thinking and actions were and still are not always immediately manifested. This is especially true for broad parts of Southeastern European societies, where neither a distinct political nor a social sensibility exists regarding the impacts of anti-Semitism. Often, anti-Semitism is regarded exclusively as a part of Jewish history. In fact, anti-Semitism has to be considered a phenomenon of the entire society that, by its consequences, is inscribing into Jewish history though. Therefore, it seems even more important to us to highlight those aspects, which express a more ‘casual’, hidden hatred against Jews. For instance, it would be interesting here to pose questions about the relevance of anti-Semitism in the discourses on nationalities and minorities, on exclusion and identity from the 19th century until the present day. Also, it needs to be considered what significance the hatred against Jews has had in literature, within the women‘s movement, in socialism, with respect to the position towards the state of Israel or even within the process of break-up of Yugoslavia during the 1990ies. A focused examination of this phenomenon ensures promising new findings and furthermore allows a critical reflection of historical processes and societal dynamics in this region.

The editorial staff appreciates contributions and essays that explore the various forms of manifestation of anti-Semitism in Southeastern Europe. We welcome contributions from all disciplines of humanities and social sciences. Cross-epoch and cross-border texts and analyses are welcome as well. Please send us your texts until April 1 2013 to: redaktion@suedosteuropaeische-hefte.org. Please follow our manuscript guidelines that are available at http://suedosteuropaeische-hefte.org/manuskriptrichtlinien/.

Südosteuropäische Hefte, Jg. 1, Nr. 2

EditorialSH_1_2_cover

Aus der Südosteuropaforschung

Hannes Grandits
Südosteuropäische Geschichte als global verflochtene Regionalwissenschaft. Aktuelle Perspektiven des Berliner Wissenschaftsstandortes

Stefan Troebst
„Südosteuropäische Geschichte als gesonderte Disziplin“. Mathias Bernath in Berlin und München

Marija Vulesica
„Meine Erinnerungen sind so schrecklich.“ Zum Tode der kroatischen Historikerin und schweigsamen Zeitzeugin Prof. Dr. Mirjana Gross

Beiträge

Jacob Venuß
Wahlsystemwandel in Südosteuropa. Zur Stabilität von Wahlsystemen im postsozialistischen Raum

Tilmann Feltes
Jugend und Demokratie. Die Förderung der Partizipation Jugendlicher durch die internationale Gemeinschaft im Kosovo

Andreas Guidi
„Traditionen im Transit“. Deutung der lokalen Geschichte und Kategorisierungsprozesse am Beispiel von kulturpolitischen Institutionen im serbischen Sandžak

Eckehard Pistrick
Spatial Detachment – Emotional Detachment. Delocalizing and Instrumentalizing Local Musical Practice in the Communist Regimes of Southeastern Europe

Essays und Berichte

Heike Karge
Sozialfürsorge und Gesundheit in Ost- und Südosteuropa im langen 20. Jahrhundert

Philipp Tybus
Krieg(e) in Jugoslawien – Herausforderung für eine europäische Friedenskultur. Internationale Tagung: 29. November – 1. Dezember 2011, Alpen-Adria Universität Klagenfurt

Rezensionen

Nataša Mišković
Calic, Marie-Janine (2010): Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert. München: C.H. Beck (Europäische Geschichte im 20. Jahrhundert), 415 Seiten,
ISBN: 978-3-406-60645-8 

Stefanie Rämmler
Gromes, Thorsten (2012): Ohne Staat und Nation ist keine Demokratie zu machen. Bosnien und Herzegowina, Kosovo und Makedonien nach den Bürgerkriegen. Baden Baden: Nomos (Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, 17), 256 Seiten, ISBN: 978-3-832-97330-8             

Đorđe Tomić
Haselsteiner, Horst; Wastl-Walter, Doris (Hg.) (2011): Mosaik Europas. Die Vojvodina. Frankfurt am Main u.a.: Peter Lang Verlag, 217 S. ISBN 978-3-631-59123-9 

Neuerscheinungen    

Autor_innen

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Call for Articles – Ausgabe 2

Liebe Kolleg_innen,

hiermit möchten wir Sie zur Einreichung von Beiträgen für die zweite Ausgabe der Zeitschrift Südosteuropäische Hefte einladen. Es sollen Beiträge veröffentlicht werden, die Teil laufender Forschungen an den verschiedenen deutschsprachigen Standorten wie etwa Leipzig, Tübingen, Regensburg, München, Graz, Wien oder Zürich sind. Hierfür stehen die Rubriken »Beiträge«, »Essays/Berichte« und »Rezensionen« zur Verfügung.

Die Angaben zur formalen Gestaltung der Beiträge sind in pdf-Datei auf der Homepage der Zeitschrift zu finden:

http://www.suedosteuropaeische-hefte.org/

Die Beiträge können bis zum 30.09.2012 an die Adresse der Redaktion eingesandt werden:

redaktion@suedosteuropaeische-hefte.org.

Die zweite Ausgabe erscheint im Herbst 2012. Für Fragen zu den Beiträgen stehen wir gerne zur Verfügung.

Ihre Redaktion

Südosteuropäische Hefte, Jg. 1, Nr. 1

Editorial

Beiträge

Holm Sundhaussen
Südosteuropäische Geschichte in Berlin

Robert Lučić und Đorđe Tomić
Vom Bauern zum ‘Benzinsman’    

Stefan Pavleski
Die Arbeitslosigkeit in Mazedonien    

Ksenija Cvetković-Sander
Die unmögliche Nation    

Claudia Lichnofsky
Identifizierungsprozesse muslimischer Nicht-Albaner im Kosovo und ihre Strategien der politischen und sozialen Verortung seit 1999

Roland Zschächner
Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg    

Đorđe Tomić und Krunoslav Stojaković
Aus der Geschichte der jugoslawischen Linken    

Essays und Berichte

Marija Vulesica
Überlegungen zu einer Jüdischen Geschichte oder zur Geschichte der Juden in Südosteuropa    

Svetlana Burmistr
Holocaust in Südosteuropa    

Ruža Tokić
’Traditional bonds between Orthodox brothers’

Bojana Meyn
Forschung in der „Saison der Streiks“

Ivan Brčić
„Versöhnung auf dem Balkan – rechtliche und politische Fragen“

Rezensionen

 

Marija Vulesica
Greble, Emily (2011): Sarajevo, 1941–1945. Muslims, Christians, and Jews in Hitler´s Europe. Ithaca; London: Cornell University Press, 276 Seiten, ISBN: 978-0-8014-4921-5 .

Krunoslav Stojaković
Kanzleiter, Boris (2011): Die „Rote Universität“. Studentenbewegung und Linksopposition in Belgrad 1964-1975. Hamburg: VSA-Verlag, 488 Seiten, ISBN: 978-3-89965-461-5 .    

Neuerscheinungen    

Autor_innen

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